Eisenbahnen

Lokportrait Ae 4/7


Die Ae 4/7 11026 des Vereins Mikado 1244

Technische Daten

Bahnverwaltung:SBB CFF FFS
Baujahr:1927 - 1934
Hersteller:SLM, BBC, MFO, SAAS
Länge über Puffer:16.76 m
Gewicht:120 t
Leistung:2300 kW / 3120 PS
Höchstgeschwindigkeit:100 km/h
Betriebsnummern:10901 - 11027

In den 1920er Jahren erwachte bei den SBB das Bedürfnis nach schnellen, kräftigen Lokomotiven für die Beförderung der Züge im Flachland. Von den bestehenden Lokomotiven hatte vor allem die Ae 3/6 I überzeugt und so war es kein Wunder, dass sich die SBB eine Weiterentwicklung dieser Maschine wünschten.

So entstand die Ae 4/7, quasi eine um eine Triebachse verlängerte und somit stärkere Ausgabe der Ae 3/6 I. Die mechanische Konstruktion der Maschine wurde von der Schweizerischen Lokomotiv- und Maschinenfabrik Winterthur (SLM) übernommen, der elektrische Teil wurde je nach Lok von der Brown Boveri und Co (BBC), von der Maschinenfabrik Oerlikon (MFO) oder von der Société anonym Atelier de Sécheron (SAAS) gebaut. Allen Loks gemeinsam war, dass sie den bewährten Buchli-Antrieb erhielten. Vereinfacht gesagt wird bei diesem Antriebssystem die Drehbewegung des Motors von einem kleinen Zahnrad auf ein grosses Zahnrad auf der einen Seite jeder Triebachse übertragen. Weil dabei nur auf der einen Seite der Lok der Antrieb zu sehen ist, handelt es sich hierbei um einen asymmetrischen Antrieb. Die andere Seite wurde Apparateseite genannt.
Die insgesamt 127 gelieferten Ae 4/7 wurden anfänglich schweizweit vor Schnellzügen im Flachland, aber auch am Gotthard eingesetzt. Erst die Ae 6/6 ab 1955 und die Re 4/4 II ab 1967 verdrängten die Ae 4/7 langsam aus dem Schnellzugsdienst. Fortan kamen sie vor Regionalzügen, immer mehr aber auch vor Güterzügen zum Einsatz.
Ab 1974 wurden die ersten Ae 4/7 ausrangiert. Im niederen Güterverkehrsdienst wurden sie immer mehr von Ae 6/6 abgelöst, die ihrerseits im Schnellzugsverkehr durch Re 4/4 II und Re 6/6 verdrängt wurden. 1996 verschwand die letzte Ae 4/7 vom planmässigen Einsatz auf den Schienen.

Mehrere Maschinen des Typs Ae 4/7 sind als Museumsfahrzeuge erhalten geblieben und erfreuen auf gelegentlichen Nostalgiefahrten Jung und Alt.

Weitere Lokomotiven:

Ce 6/8 II

Re 6/6

Re 460

Statistik