Gornergratbahn - Im Angesicht des Matterhorns


Technische Daten

Länge: 9,3 km; Überwundene Höhenmeter: 1484 m; Spurweite: 1000 mm;
Betriebseröffnung: 20. August 1898; Traktionsart: elektrisch seit Eröffnung, 725V Drehstrom
Maximale Neigung: 20 %; Zahnradsystem: Abt; Betriebszeiten: ganzjährig

Es ist zwar nicht der höchste Berg der Schweiz, aber mit Sicherheit der bekannteste: das Matterhorn. Niemand, der die Gebirgspyramide bei Zermatt nicht kennt. Besonders eindrücklich erleben kann man die Faszination, die von diesem Berg ausgeht, bei einer Fahrt mit der Zahnradbahn von Zermatt auf den Gornergrat auf 3089 m Höhe.

Der Gornergrat war schon zu Beginn der 1890er Jahre ein beliebtes Ausflugsziel. Die Idee zum Bau einer Bahn auf den Gornergrat lag so auf der Hand. Obwohl das Projekt viele Gegner hatte, insbesondere im Kreis der Träger und Führer, die in der Bahn eine Konkurrenz sahen, konnte 1896 mit dem Bau der Bahnstrecke begonnen werden.
Im unteren Teil der Strecke, zwischen Zermatt und Riffelalp begegnete der Bau auch einigen Schwierigkeiten, waren doch Brücken über die Vispa und die Findelbachschlucht zu bauen. Auf diesem Abschnitt war auch der Bau von vier Tunnels nötig. Auf dem oberen Teilstück der Strecke ist die Zeit im Jahr, in der kein Schnee liegt, kurz. Zudem machte den Arbeitern auch die dünne Luft zu schaffen. Trotzdem konnte die Bahn am 20. August 1898 dem Betrieb übergeben werden. Von Beginn weg war die Bahn mit 725 V Drehstrom elektrifiziert und war damit die erste elektrische Zahnradbahn der Schweiz.
Die Gornergratbahn war ursprünglich als Sommerbahn gebaut worden. Als gegen Ende der 1920er Jahre die Visp-Zermatt-Bahn (heute Matterhorn-Gotthard-Bahn) den Winterbetrieb bis Zermatt aufnahm und daher die Entwicklung des Skisports auch auf Zermatt überzugreifen begann, kam der Wunsch auf, die Bahn auch im Winter zu betreiben. Vorerst konnte aber nur der Abschnitt von Zermatt auf die Riffelalp im Winterhalbjahr in Betrieb genommen werden. Nach dem Bau einer 800 m langen Schutzgalerie am Riffelbord konnte 1942 der Ganzjahresbetrieb bis Gornergrat Kulm aufgenommen werden.

Durch den Aufschwung des Wintersportes stieg das Fahrgastaufkommen der Gornergratbahn im Laufe der Zeit stark an. Um die Kapazität zu erhöhen, entstanden zwischen Riffelalp und Riffelboden sowie zwischen Riffelberg und Gornergrat zwei Doppelspurinseln, die zwischen 1963 und 1986 in Betrieb genommen werden konnten. Heute befördert die Gornergratbahn pro Jahr rund 4 Millionen Fahrgäste.

Fotogalerie Gornergratbahn

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