Rochers-de-Naye-Bahn - Hoch über dem Genfer See


Technische Daten

Länge: 10,3 km; Überwundene Höhenmeter: 1575 m; Spurweite: 800 mm;
Betriebseröffnung: 16. September 1892; Traktionsart: elektrisch seit 1938, 850 V Gleichstrom
Maximale Neigung: 22 %; Zahnradsystem: Abt; Betriebszeiten: ganzjährig

Hoch über dem Genfer See erhebt sich der 2042 m hohe Aussichtsberg Rochers de Naye. Der Blick schweift vom Gipfel über den Genfer See, die Savoyer Alpen mit Mont Blanc und die Schweizer Alpenkette. Von Montreux wird der Berg von einer Zahnradbahn erschlossen.

Die Geschichte der Zahnradbahn beginnt mit der Erstellung einer Standseilbahn, die ab 1883 von Territet am Genfer See zum 400 m höher gelegenen Dorf Glion führte. Die Standseilbahn wurde nicht elektrisch betrieben, sondern besass einen Wasserantrieb; das heisst, in der Bergstation wurde der Tank des Bahnwagen mit Wasser gefüllt, wodurch der talwärts fahrende Wagen den leichteren bergwärts fahrenden hochzog. Seit 1975 besitzt die Standseilbahn einen elektrischen Antrieb.
Dank des Erfolgs der Standseilbahn kam bald der Wunsch auf nach einer Verlängerung auf den Rochers de Naye. Doch diese Strecke wäre mit einer Standseilbahn nicht zu erschliessen gewesen, deshalb entschloss man sich, die Fortsetzung auf den Gipfel mit einer Zahnradbahn zu erstellen.
Die Eröffnung der neuen Zahnradbahn führte zu einem gewaltigen Publikumsansturm und bald schon zeigte sich, dass die Standseilbahn nicht mehr ausreichte, um die vielen Fahrgäste zu befördern. Aus diesem Grund wurde vom Bahnhof Montreux eine Zahnradbahn errichtet, die dem Hang entlang bergwärts führte und Glion erreichte. Die Spurweite und das Zahnradsystem wurden identisch gewählt mit der Bahn auf den Gipfel, allerdings verkehrte die neue Zahnradbahn von Beginn weg elektrisch. Die Elektrolok musste in Glion deshalb durch eine Dampflok ersetzt werden. 1909 konnte die Zubringer-Zahnradbahn eröffnet werden.
1938 wurde auch die Zahnradbahn auf den Gipfel elektrifiziert, wodurch erstmals durchgehende Züge von Montreux Bahnhof bis Rochers de Naye möglich wurden. 1988 schliesslich fusionierten die drei bis anhin eigenständigen Bahnen zur Montreux - Territet - Glion - Naye-Bahn (MTGN) und operieren seither unter dem Label Chemins de fer des Rochers-de-Naye. 2001 entstanden aus mehreren Schmalspur- und Standseilbahnen die Transports Montreux - Vevey - Riviera (MVR), zu denen auch die MTGN gehört.

Die Strecke von Montreux auf den Rochers de Naye verläuft zuerst durch städtische Gebiete. Ab der Station Caux geht es zuerst durch Wälder und später über Alpenwiesen, von wo bereits herrliche Ausblicke genossen werden können. Durch einen 430 Meter langen Tunnel, der die Felswand des Rochers de Naye unterquert, wird die Bergstation erreicht. Ausser dem Genuss der Aussicht lohnt sich auch ein Besuch des Alpengartens, wo unzählige Pflanzenarten bestaunt werden können.

Fotogalerie Rochers-de-Naye-Bahn

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